Lernen, wie man sich selbst testet

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Corona: Das Gesundheitsmobil des BGF-Institutes der AOK schult 70 Mitarbeitende des Logistikdienstleisters Bönders

„Bitte einmal die Hände desinfizieren, dann können Sie sich einen Kugelschreiber nehmen. Den dürfen Sie auch gleich behalten“, sagt Miriam Weiskopf vom BGF-Gesundheitsmobil. Am Dienstag nach Ostern heißt sie rund 70 Mitarbeitende des Logistikdienstleisters Bönders willkommen, schickt sie nach und nach ins Gesundheitsmobil, wo sie geschult werden, wie der Corona-Selbsttest richtig ausgeführt wird.
„Das Testen ist ein wichtiger Aspekt für die Sicherheit der Mitarbeiter“, sagt André Dohr. Der Bönders Geschäftsführer ist am Tag der Schulungen selbst dabei und lernt, wie ein Selbsttest richtig angewendet wird. „Im Nachhinein habe ich das vorher wahrscheinlich falsch gemacht“, berichtet Dohr nachdem er das BGF-Gesundheitsmobil wieder verlässt. Das sei das Ziel, die Mitarbeitenden anleiten, es richtig zu machen, um wieder ein „bisschen Normalität zu gewinnen“. Dohr betont aber auch, das Testen ist ein Zusatzangebot, das keine anderen Pandemie-Maßnahmen ersetzt. Das Gesundheitsmanagement der Firma zahle sich aus. „Infektionsketten innerhalb der Belegschaft haben wir vermeiden können“, berichtet Dohr.Seit 2020 verfügt das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) der AOK über ein Gesundheitsmobil, mit dem aktiv Firmen aufgesucht werden. „Wir möchten dort ansetzen, wo der Schuh drückt. Wir werten zum Beispiel Arbeitsunfähigkeitsdaten aus und befragen die Mitarbeiter“, erklärt Thorsten Reski, zuständiger AOK Geschäftsstellenleiter in Krefeld. „Mit dem Gesundheitsmobil führen wir unterschiedliche Aktionstage in Sachen Gesundheit vor Ort durch.“„Das Angebot trifft den Zahn der Zeit“, meint Michael Petsching, Projektleiter des Instituts für Prävention und Nachsorge (IPN). Bis Juni sind die zwei Gesundheitsmobile des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung ausgebucht. Der Ablauf der Schulungen ist immer gleich: die Mitarbeitenden oder Testlinge müssen zunächst natürlich symptomfrei sein, dann folgt das Check-In. In diesem Fall haben die teilnehmenden 70 Mitarbeitenden der Firma Bönders vorab einen Termin bekommen, im fünf-Minuten-Takt mit Pufferzeiten, damit nicht zu viele Personen gleichzeitig am Testmobil warten. Nach dem Messen der Körpertemperatur darf der Testling sich dann im Gesundheitsmobil selber testen, unter Aufsicht und Anmerkungen der Profis.
In der Pause die Immunabwehr checken
Bis das Ergebnis bereit steht, dauert es ungefähr 15 Minuten, erklärt Petsching. In der Zwischenzeit können die Testlinge den sogenannten Immunradar ausfüllen – ein Programm, das das körpereigene Abwehrsystem anhand von Angaben zur individuellen Lebensweise analysiert. Während der Wartezeit auf das Ergebnis des Corona Antigen-Schnelltests können die Mitarbeitenden mit den Kugelschreibern, die auch für Touch-Bildschirme geeignet sind, an einem der im Sicherheitsabstand aufgestellten Tablets einen Fragebogen ausfüllen. Die Daten werden erfasst, analysiert, unmittelbar ausgewertet und grafisch dargestellt. Darauf folgt eine Kurzberatung mit einem Trainer, Michael Petsching etwa. So können Mitarbeitende nicht nur die Zeit zum Testergebnis überbrücken, sondern auch lernen, ihr Immunsystem zu stärken, um eine Infektion abzumildern oder einen günstigeren Heilungsverlauf zu unterstützen.
Bönders Mitarbeiter Michael Essen ist am Dienstag für das Gesundheitsmobil aus Grevenbroich angereist. Einen Selbsttest hat er bisher noch nicht gemacht. „Es ist eine tolle Aktion, dass wir die Möglichkeit von der Firma haben“, meint Essen. Wenn die Nutzung von Antigen-Selbsttests eingeführt würde, weiß man schon wie es geht. Dass das Gesundheitsmobil vor Ort schult, ist ein Plus.

Quelle: WZ-Krefeld